BUDGET
IN-EAR

ZERO

BGVP

Rating

Price

7.7

65 €

Review published:

08/2020

Geld

Driver

2

per Side

1

Dynamic

0

Balanced

Impedance

12 Ohm

Piezo

1

Sound

7.5

Bass

7.5

Mids

7.5

Trebles

Sensitivity

100 dB

7.5

Handling

9

Haptic

C

Value

0

Daily Life

Frequency

10 - 40000 Hz

Intro

Ich bin mir nicht sicher ob BGVP bereits einen Single-Treiber-IEM produziert hat, abgesehen von ihren Ear-Buds und von daher ist dies bei all den größtenteils sehr gelungen Multitreibern und Hybriden der Firma eine willkommene Abwechslung, welche gleichzeitig Erwartungen weckt. Dabei handelt es ich nicht “einfach“ um einen dynamischen Treiber, sondern sogar um einen Elektrostatischen.

Ich muss gestehen, dass ich mal mehr, mal weniger etwas mit dem ZERO anfangen kann. Fest steht auf jeden Fall, dass dieser eine sehr einzigartige Signatur aufweist, welche ihn allerdings auch eingeschränkt empfehlenswert macht, je nachdem mit welcher Musik man sich berieseln lassen möchte.

Handling

Ich habe bisher einige BGVP IEMs rezensiert und wurde beim Lieferumfang nie enttäuscht, auch wenn dies das Geringste ist, auf das ich Wert lege.
Ebenso kam mir auch noch kein IEM unter, welchem ich keinen guten Sitzt und Ergonomie attestieren konnte.

Der ZERO bildet hier keine Ausnahme. Gutes 4-Kerne-Kabel mit MMCX, 3 Sorten an Silikon-, sowie ein Paar Foamtips, welche mit zu meinen Liebsten gehören. Dazu eine ansprechende Verpackung, welche sich wie ein Buch aufklappen lässt.

Der ZERO ist aus Metall, kompakt und sehr gut Verarbeitet mit einem edlen, aber schlichten und zeitlosen Design. Er hat auf der Faceplate ein Luftgitter, was ihn klanglich offener macht, gegenüber einer komplett geschlossenen Bauweise, aber die Isolation ein bisschen beeinträchtigt, ähnlich wie beim BGVP DMS. Dies ist aber eher für die Außenwelt störender, als für einen selbst.

Sound

Der ZERO lässt mich manchmal etwas ratlos zurück. Warm, weich, recht dunkel im Vergleich zu anderen BGVP-Modellen und dennoch detailliert und transparent, wenn Musik und Quelle stimmt. Mal intim und drückend, mal klarer und separiert. Ein IEM mit zwei Seiten also. Hellere Abspielgeräte sind auf jeden Fall willkommen!

Der ZERO ist erstaunlich basslastig, was ich von der Treiberwahl nicht erwartet hätte. Mir ist das manchmal etwas erdrückend, vor allem bei Rockmusik, da es die Mitten und Höhen hier seltener schaffen für Klarheit zu sorgen. Der Bass neigt dazu etwas zum Dröhnen und ist nicht der schnellste auf dem Markt. Schwammig wäre hier das falsche Wort, aber der Bass des ZERO mag es auf jeden Fall weicher und organischer, als hart und punchig. Das mag in Genres wie Jazz, oder teils klassischer Musik besser funktionieren, aber ich wünsche mir hier mehr Fakten, als alles weich zu spülen.

Ab dem Bass geht es aufwärts, auch was die Bewertung betrifft. Wenn der Bass nicht zu sehr gefragt ist, können sich die Mitten entfalten und mich mit ihrer voluminösen und geschmeidigen Art überzeugen. Allerdings sind sie für mich alles andere als natürlich, da der Bass ihnen zu viel Wärme mitgibt. Hier fühle ich mich etwas an die “zuckersüßen“ Mitten des BGVP EST12 erinnert, welche aber bei diesem wesentlich klarer und transparenter sind. Man gewöhnt sich an die Signatur des ZERO, aber dennoch habe ich immer den Wünsch nach mehr Klarheit und Helligkeit. Stimmen sind recht intim und treten in den Hintergrund. Bei akustischer Musik, schafft dies eine wohlige Atmosphäre, aber kann auch für Enge und zum Verlust der Natürlichkeit sorgen. Im Grunde sind die Mitten damit auch recht einzigartig und sicherlich nicht schlecht, aber mir gefällt diese Präsentation weniger.

Bei den Höhen erlebe ich ein ähnliches Spiel wie bei den Mitten. Zum Teil bin ich recht angetan, aufgrund der tollen Auflösung und der Details, andererseits habe ich beim Hören manchmal Angst in ein dunkles Loch zu fallen. Hier sei nochmal erwähnt, dass der ZERO ganz klar von hellere Quellen profitiert und obwohl der Treiber sich leicht antreiben lässt auch von potenteren DACs. Was dem ZERO zugute gehalten werden muss, ist seine absolute Freiheit von Sibilanten und Peaks. Dem gegenüber steht allerdings ein schnelles Abrollen im Hochton und man muss sich meist auf den musikalischen Inhalt konzentrieren, wenn man nichts verpassen möchte. Sicherlich geeignet für relaxtes Hören, aber nichts fürs Analytische.

Der ZERO ist ein recht intimer IEM, aufgrund seiner warmen und dunkleren Abstimmung. Das spiegelt sich natürlich auch in der Bühne wieder. Diese ist dabei aber erstaunlich räumlich und bietet ebenso genügend Platzt um Instrumente gut voneinander trennen zu können. Eine klare Stärke des ZERO innerhalb seiner Möglichkeiten. Dennoch etwas ungewöhnlich und nicht beständig.

Outro

Auch wenn mich der ZERO klanglich manchmal zum Schwitzen bringt, werde ich mit ihm nicht so wirklich warm. Er hat sicherlich ganz gute technische Eigenschaften, aber klanglich ist er mir etwas zu warm und dunkel. Ich muss auch gestehen, dass ich diese Art der Präsentation so auch noch nicht gehört habe und das macht den ZERO sicherlich einzigartig, aber das Bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass er mir dadurch auch gefällt. Vielleicht bin ich dafür auch ein bisschen durch meine Hörgewohnheiten vorbelastet, auch wenn ich mir stets vornehme unvoreingenommen an einen IEM ran zu gehen und vielen Signaturen etwas abgewinnen kann, aber das macht eine persönliche Meinung ja auch aus.
Wer auf der Suche nach einem warmen und relaxten IEM ist, mit an und für sich detaillierten, vollen und weichen Mitten, entspannten Höhen und einer räumlichen Bühne findet hier vielleicht sein Glück.

Danke an OARDIO für die Rezensions-Unit.
https://www.oardio.com/bgvp-zero-electrostatic-iem-earphones.html

Intro

I'm not sure if BGVP has already produced a single driver IEM, apart from their ear buds, so with all the mostly very successful multi-drivers and hybrids of the company, this is a welcome change, which at the same time raises expectations. This is not "simply" a dynamic driver, but even an electrostatic one.

I have to admit that sometimes I can do more, sometimes less with the ZERO. What is certain is that it has a very unique signature, which makes it recommendable to a limited extent, depending on the music you want to be sprinkled with.

Handling

I have reviewed a few BGVP IEMs so far and have never been disappointed with the scope of delivery, even if this is the least I care about.
I have also never seen an IEM which I could not attest a good seat and ergonomics.

the ZERO is no exception. Good 4-core cable with MMCX, 3 kinds of silicone and a pair of foamtips, which are some of my favourites. In addition an attractive packaging, which can be opened like a book.

The ZERO is made of metal, compact and very well processed with a noble, but simple and timeless design. It has an air grid on the faceplate, which makes it more open in sound, compared to a completely closed design, but reduces the isolation a bit, similar to the BGVP DMS. However, this is more disturbing to the outside world than to yourself.

Sound

The ZERO sometimes leaves me a bit perplexed. Warm, soft, quite dark compared to other BGVP models and yet detailed and transparent when the music and source are right. Sometimes intimate and oppressive, sometimes clearer and separated. An IEM with two sides. Brighter players are definitely welcome!

The ZERO is surprisingly bass-heavy, which I wouldn't have expected from the driver choice. Sometimes I find it a bit overwhelming, especially with rock music, as the mid and high frequencies rarely manage to provide clarity. The bass tends to booming a bit and is not the fastest on the market. Spongy is the wrong word, but the bass of the ZERO definitely likes it softer and more organic than hard and punchy. That might work better in genres like jazz, or partly classical music, but I would like to see more facts here than to flush everything soft.

From the bass on it goes up, also concerning the rating. If the bass is not too much in demand, the mids can unfold and convince me with their voluminous and smooth nature. However, for me they are anything but natural, as the bass gives them too much warmth. Here, I feel a bit reminded of the BGVP EST12's "sugary" mids, but they are much clearer and more transparent. You get used to the signature of the ZERO, but still I always have the wish for more clarity and brightness. Voices are quite intimate and fade into the background. With acoustic music, this creates a cosy atmosphere, but can also cause narrowness and loss of naturalness. Basically the mids are quite unique and certainly not bad, but I don't like this presentation much.

With the highs I experience a similar play as with the mids. Partly I'm really taken with it because of the good resolution and the details, on the other hand I'm sometimes afraid to fall into a dark hole when listening. Again, the ZERO clearly benefits from brighter sources and although the driver is easy to drive, it also benefits from more powerful DACs. What the ZERO has to be credited with is its absolute freedom from sibilants and peaks. On the other hand, there is a fast roll-off in the high frequency range and you usually have to concentrate on the musical content if you don't want to miss anything. Certainly suitable for relaxed listening, but nothing for analytical purposes.

The ZERO is a rather intimate IEM, due to its warm and darker tuning. This is of course also reflected in the stage. However, the stage is surprisingly three-dimensional and also offers enough space to separate instruments well from each other. A clear strength of the ZERO within its possibilities. Still a bit unusual and not consistent.

Outro

Even though the ZERO sounds sometimes make me sweat, I don't really get warm with it. It certainly has quite good technical characteristics, but the sound is a bit too warm and dark for me.I have to admit that I've rarely heard this kind of presentation and that certainly makes the ZERO unique, but that doesn't mean that I like it. Maybe I'm a bit biased by my listening habits, even though I always try to approach an IEM with an open mind and get something out of many signatures, but that's what makes a personal opinion.
If you are looking for a warm and relaxed IEM with basically detailed, full and soft mids, relaxed highs and a spatial stage, you might find your luck here.

Thanks to OARDIO for the review unit.
https://www.oardio.com/bgvp-zero-electrostatic-iem-earphones.html

Legend

Haptic:

Here the processing plays a role and the usability of the scope of supply. Additionally the appearance, wearing comfort and robustness.


Value:
Here I evaluate for me subjectively the price/performance ratio - does not flow into the evaluation!

Z: No Brainer

A: money well spent

B: all right, you can do

C: gives better for less money

D: overpriced

E: collector's price

Daily life:
Here, I focus on the long-term audibility and whether I can hear it well out of the box. This is of course very subjective and therefore only a minimal deduction or bonus. 

(-0.1, 0, +0.1)

BL-03.jpg

Rating in Letters

S: 9.5 - 10

A: 9.0 - 9.4​

B: 8.0 - 8.9​

C: 7.0 - 7.9

D: 6.0 - 6.9​
E: 5.0 - 5.9​

F: 0.0 - 4.9​

DN2

DN2

SGZ-DN1

SGZ-DN1

ZERO

ZERO

DH3

DH3

DMS

DMS

DM6

DM6

VG4

VG4

DM7

DM7

DMG

DMG

EST12

EST12

EST8

EST8

V12

V12

Second Opinion

Second Opinion